Literatur im Gespräch: "Alleinsein"
23.09.; 14.10.; 11.11.; 02.12.2026, jeweils 10 - 11.30 Uhr
| Kursnummer | 2622010 |
| Dozentin |
Monika Kummerhoff
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| Datum | 23.09.; 14.10.; 11.11.; 02.12.2026, jeweils 10 - 11.30 Uhr |
| Gebühr | 27,00 EUR 15,00 EUR (ermäßigt) |
| Ort |
Bildungszentrum, Ebertstr. 19, Raum 218
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Kursort
Die intensive Beschäftigung mit klassischer und moderner Literatur stärkt das individuelle Textverständnis und mündliche Ausdrucksvermögen. In jedem Semester stehen die ausgewählten Werke über ein gemeinsames Grundthema miteinander in Verbindung.
Im Herbst 2026 beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Romanen und Novellen, die sich mit dem Thema Alleinsein und der Zerbrechlichkeit menschlicher Identität beschäftigen.
Seit den Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie haben viele Menschen erfahren, wie belastend es sein kann, allein zu sein. Schon der griechische Philosoph Aristoteles beschrieb den Menschen als "zoon politicon", also ein auf die Gemeinschaft angewiesenes Wesen, das mit seinem sozialen Umfeld interagieren muss, um in der Welt zurechtzukommen. Werden Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen aus einer Gruppe ausgeschlossen, leiden sie und suchen sehr oft die Schuld bei sich selbst. Andererseits gibt es aber auch Menschen, die sich bewusst für das Alleinsein entscheiden, um aufzutanken, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und wichtige Entscheidungen vorzubereiten.
In den Büchern geht es um einen Schauspieler, der sich im Alter nicht mehr auf sein Talent verlassen kann, sein Selbstvertrauen verliert und sich zurückzieht; um ein junges Mädchen, das mit der Frage, ob es seinen Körper verkaufen soll, um den finanziellen Ruin von der Familie abzuwenden oder sich auf sein Recht auf Selbstbestimmung berufen darf, allein gelassen wird; um das fiktive Zusammentreffen von Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode, die sich beide in ihrer Zeit fremd fühlen und den Ausweg im Suizid suchen; um einen Ort, ein Cafe ohne Namen, in dem einsame Menschen zusammenfinden.
Die Werke werden in der hier genannten Reihenfolge besprochen und sollten vor dem jeweiligen Kurstermin von den Teilnehmenden gelesen worden sein. Im Kurs werden schließlich ausgewählte Passagen diskutiert und analysiert:
- Philip Roth: „Die Demütigung“
- Arthur Schnitzler: „Fräulein Else“
- Christa Wolf: „Kein Ort. Nirgends“
- Robert Seethaler: „Das Cafe ohne Namen“.
Die Dozentin ist Diplomtheaterwissenschaftlerin mit langjähriger Erfahrung in der Erwachsenenbildung.
Kurstermine
| # | Datum | Uhrzeit |
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| 1. | Mi., 23.09.2026 | 10:00–11:30 Uhr |
| 2. | Mi., 14.10.2026 | 10:00–11:30 Uhr |
| 3. | Mi., 11.11.2026 | 10:00–11:30 Uhr |
| 4. | Mi., 02.12.2026 | 10:00–11:30 Uhr |